Betterplace Lab

Folgt uns!

facebook linkedin instagram spotify
 

Zivilgesellschaft fördern heißt Demokratie stärken

Liebe*r Freund*in des betterplace lab,

als Merkmale zivilgesellschaftlichen Handelns nennen die Sozialwissenschaftler*innen Swen Hutter und Jana Priemer: freiwillige Beteiligung, kollektive Selbstorganisation und die aktive Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Prozessen.* Prinzipien, die wir im betterplace lab ganz hoch halten, und Erfahrungen, die wir jedem Menschen und jeder Gesellschaft wünschen. Im Moment fühlt es sich allerdings so an, als wäre genau das politisch nicht mehr gewünscht; als wären Engagement in der Zivilgesellschaft und für die Demokratie plötzlich nicht mehr wesentlich für das gesellschaftliche Miteinander, stattdessen sogar bedrohlich.


Sinnbildlich dafür stehen die Pläne der Bildungsministerin Karin Prien für die sogenannte Umstrukturierung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Wir unterstreichen, was über 1000 Organisationen in einem Offenen Brief an Prien formulieren: „Über diese geplante Neuausrichtung sind wir ernsthaft besorgt, denn damit drohen etablierte Strukturen und über Jahre aufgebaute Expertise, die im Kampf gegen Extremismus, Antisemitismus, Rassismus und Radikalisierung sowie zur Demokratieförderung dringend erforderlich sind, offen in Frage gestellt zu werden. Der drohende Verlust dieser wertvollen Ressourcen ist nicht nur bedenklich – er ist alarmierend.“ 


Als gemeinnützige Organisation sind wir alarmiert und wollen nicht leise sein. Wir stehen ein für eine starke Zivilgesellschaft und prodemokratisches Engagement. Und wir tun unser Bestes,  um beides zu stärken – durch unsere Arbeit und in Zusammenarbeit mit anderen Akteur*innen!


Solidarische Grüße von deinem lab-Team


PS: Hier kannst du gegen den Kahlschlag der Demokratiearbeit unterschreiben!


*Den Lesetipp findest du unten.

 
Auf dem Bild sieht man die Teilnehmerinnen des Förderprogramms L'Echelle.

Kollaboration

Feministisches Engagement fördern heißt Demokratie stärken

Deutschland hat die Istanbul Konvention bereits im Oktober 2017 ratifiziert und daraus vieles noch nicht umgesetzt. Feministische Organisationen in Deutschland stemmen sich weiterhin täglich gegen Ungleichheit – mit Minibudgets, befristeten Verträgen und einem Fördersystem, das sie systematisch kleinhält.


In den letzten rund zweieinhalb Jahren durften wir zusammen mit der Fondation Chanel das Programm L’Échelle Germany umsetzen. Darin war von Anfang an alles etwas anders: keine Projektförderung und Meilensteinfinanzierungen, dafür projektungebundene Kernfinanzierung zur Stärkung und Konsolidierung der Organisationen, gepaart mit einem Capacity-Building-Programm und Mentoring, das auf die spezifischen Bedarfe einging, und – last but not least – der direkte Draht zu privaten Förderern.


Wir blicken zurück auf die letzten 32 Monate und sind glücklich, ein bisschen stolz, wehmütig und auch traurig: Denn Finanzierungen wie der Fondation Chanel sind rar. Gerade jetzt, da Programme wie Demokratie leben „umstrukturiert“ werden und da feministischen Organisationen wie den Radikalen Töchtern direkt aus dem BMI Projektgelder gestrichen werden, ist ein Programm wie L’Echelle eine Ausnahme, deren Beispiel dringend Schule machen muss!


Unser Rückblick – und ein klarer Weckruf an alle, die Geld zu vergeben haben.

 
Auf dem Bild sieht man die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion bei der SIGU-Zukunftsfabrik..

Kollaboration on tour: Interview und Vortrag zum Nachschauen

Seit dem Erscheinen unseres Reflexionsleitfadens für gelingende Kollaboration im Herbst durften wir uns bereits über verschiedene Einladungen freuen, in denen wir unsere Erkenntnisse und Erfahrungen ins Gespräch bringen können. In der letzte Woche diskutierte Josefa im Rahmen der SIGU-Zukunftsfabrik 2026 mit Katarina Peranić (More in Common), Katja Kipping (Der Paritätische Gesamtverband) und Hans Krömer (Value for Good), moderiert von Lukas Marzi, über Zusammenarbeit als Hebel für soziale Innovationen. Passend zum Thema ist auf der Plattform für soziale Innovationen und gemeinwohlorientierte Unternehmen auch ein Interview mit Josefa und Isabel erschienen. 


Und wer unseren Strategieimpuls „Hauptsache zusammen. Und jetzt? Über Kollaboration als Haltung in Zeiten demokratischer Krisen“ Mitte März verpasst hat, darf sich über die Aufzeichnung unseres Vortrags auf der Website von Faktor D freuen.

 
Auf dem Bild sieht man Sprechblasen, die sagen: Du engagierst dich in Thüringen? Und: Du kennst engagierte Menschen in Thüringen? Dann teile die Umfrage in deinem Netzwerk! Und ein gelber Kreis, in dem steht: Mach mit bei der Umfrage Vielfältig engagiert in Thüringen. Unten der Link zur umfrage: soscisurvey.de/engagiert-in-th

Resilienz

Jetzt an der Umfrage teilnehmen: „Vielfältig engagiert in Thüringen“

In unserem Projekt gemeinsam mit dem Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena (IDZ) haben wir gerade eine spannende und wichtige Umfrage gestartet: „Vielfältig engagiert in Thüringen!“ Damit möchten wir mehr über zivilgesellschaftliches Engagement in Thüringen wissen. Wie wird das Engagement gestaltet? Welche Zugangsbarrieren und Herausforderungen gibt es? Und wie wird Vielfalt im Engagement gelebt?


Die Umfrage ist für alle Menschen, die sich in Thüringen aktiv für ein demokratisches Miteinander einsetzen. Das sind zum Beispiel Menschen, die ehrenamtlich und/oder selbstorganisiert engagiert sind oder in ihrem Beruf mit den Themen Engagement, Demokratie und Vielfalt zu tun haben.

Du bist selbst nicht in Thüringen engagiert? Dann teile die Umfrage gern mit Menschen, die du kennst und auf die das zutrifft. Danke!


Nimm jetzt an der Umfrage teil!

 

Allianz für die resiliente

Informationsgesellschaft

Die brennende Demokratie: Warum der Schlüssel in neuen Öffentlichkeiten liegt

22.04.2026 | 16.00-17.30 Uhr | online

Desinformation, schwindende Medienvielfalt und digitale Monopole verändern die demokratische Öffentlichkeit im DACH-Raum grundlegend. Eine Antwort darauf könnte ein neues Politikfeld sein: Öffentlichkeitspolitik, die Infrastruktur, Medien, Bildung, Technologie und Sicherheit verbindet, um Öffentlichkeit aktiv zu gestalten statt sie nur zu erhalten. Die Idee zur Veranstaltung ist im Rahmen der Allianz für die resiliente Informationsgesellschaft entstanden. Allianz-Partner Faktor D lädt ein.


Jetzt anmelden!

Das Bild zeigt den Veranstaltungstitel samt den Porträtfotos der Referent*innen umrahmt von schimmerenden Kugeln.
 

Wellbeing

Deine Stimme zählt: Globale Studie zum Wohlbefinden von Changemakern startet

Im betterplace lab arbeiten wir seit 2018 an den Themen Mentale Gesundheit und regenerative Arbeitskultur für Change-Akteur*innen in unserem betterplace Wellbeing Programm. Seitdem sind wir auch Teil der Allianz des internationalen Wellbeing Projects, das jetzt in einem globalen Forschungsprojekt den Gesundheitszustand der Menschen, die im sozialen Sektor arbeiten, umfassend dokumentieren möchte. Dafür brauchen wir deine Teilnahme: Je mehr Stimmen, desto aussagekräftiger die Daten – und desto stärker unsere gemeinsame Botschaft an Geldgeber*innen und Entscheidungsträger*innen weltweit!


Was musst du tun? Nach dem 13. April verschicken wir die Umfrage mit unserem nächsten Newsletter. Wenn du den Fragebogen direkt erhalten möchtest, schreib eine kurze E-Mail an: lab@betterplace-lab.org Mit den Ergebnissen wollen wir auf höchster Ebene Druck machen und die Daten nutzen, um für mehr finanzielle Förderung und Investitionen in die Gesundheit von Sozialunternehmer*innen und Menschen in Engagementberufen einzutreten.

 

Events, Texte und Neues aus dem betterplace Universum und darüber hinaus

Online-Workshopreihe: sicher engagiert

Das Fortbildungsangebot für Ehrenamtliche und Mandatsträger*innen in Kommunen stärkt niedrigschwellig Resilienz und Handlungssicherheit, um Hass im Netz zu begegnen und sichere Online-Räume zu gestalten. Darüber hinaus werden Kompetenzen vermittelt, um Social Media als Orte politischer Kommunikation und Teilhabe zu gestalten.


Community Stiftung: Werde mit deiner Spende Teil der Gründung!
Wo staatliche Institutionen versagen, tragen selbstorganisierte Communities zentrale Aufgaben für das Gemeinwesen: Sie bieten Schutzräume und stärken kollektive Handlungsfähigkeit. Die neu gegründete Community Stiftung will genau das machen. Als langfristige Antwort auf die Unterfinanzierung antirassistischer Arbeit baut sie eine unabhängige Stiftung auf, die rassismusbetroffene Communities dauerhaft stärkt. Spenden helfen, die ersten Grundsteine zu legen – werde jetzt Teil der Stiftung.


Aus Politik und Zeitgeschehen: Zivilgesellschaft

Die Zeitschrift der Bundeszentrale für politische Bildung schaut sich in der aktuellen Ausgabe die Debatten rund um die Zivilgesellschaft genauer an. Im Fokus stehen aktuelle Fragen rund um Themen wie Polarisierung und Neutralität. Wissen, das wir gerade alle gut gebrauchen können!


Studie: Kleine Summen, große Hilfe?

Essentielle kleine finanzielle Förderungen treffen auf einen unverhältnismäßig hohen administrativen Aufwand bei den Förderungen und fehlenden Überblick in einer kaum durchschaubaren Förderlandschaft. Die Studie zu Mikroförderungen von ZiviZ und der HSPV NRW zeigt bundesweit, wie diese Mittel eingesetzt werden und wo es noch hakt.

Betterplace Lab
Impressum

betterplace lab gGmbH
Schlesische Str. 26
D-10997 Berlin

E-Mail: lab@betterplace-lab.org
Website: www.betterplace-lab.org

Geschäftsführung: Isabel Gahren, Timo Kladny, Dr. Josefa Kny

Ich möchte den Newsletter abbestellen.
Folgt uns!
facebook linkedin instagram spotify
Kontakt:
lab@betterplace-lab.org

Registergericht: Amtsgericht Berlin
Charlottenburg, HRB 221087 B,
Geschäftssitz: Berlin Vorsitzender des Aufsichtsrats: Till Behnke

Verantwortlich i.S.d. § 55 RStV:

Dr. Josefa Kny

Copyright © 2026 
betterplace lab gGmbH
Alle Rechte vorbehalten.