als Merkmale zivilgesellschaftlichen Handelns nennen die Sozialwissenschaftler*innen Swen Hutter und Jana Priemer: freiwillige Beteiligung, kollektive Selbstorganisation und die aktive Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Prozessen.* Prinzipien, die wir im betterplace lab ganz hoch halten, und Erfahrungen, die wir jedem Menschen und jeder Gesellschaft wünschen. Im Moment fühlt es sich allerdings so an, als wäre genau das politisch nicht mehr gewünscht; als wären Engagement in der Zivilgesellschaft und für die Demokratie plötzlich nicht mehr wesentlich für das gesellschaftliche Miteinander, stattdessen sogar bedrohlich. Sinnbildlich dafür stehen die Pläne der Bildungsministerin Karin Prien für die sogenannte Umstrukturierung des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Wir unterstreichen, was über 1000 Organisationen in einem Offenen Brief an Prien formulieren: „Über diese geplante Neuausrichtung sind wir ernsthaft besorgt, denn damit drohen etablierte Strukturen und über Jahre aufgebaute Expertise, die im Kampf gegen Extremismus, Antisemitismus, Rassismus und Radikalisierung sowie zur Demokratieförderung dringend erforderlich sind, offen in Frage gestellt zu werden. Der drohende Verlust dieser wertvollen Ressourcen ist nicht nur bedenklich – er ist alarmierend.“
Als gemeinnützige Organisation sind wir alarmiert und wollen nicht leise sein. Wir stehen ein für eine starke Zivilgesellschaft und prodemokratisches Engagement. Und wir tun unser Bestes, um beides zu stärken – durch unsere Arbeit und in Zusammenarbeit mit anderen Akteur*innen!
Solidarische Grüße von deinem lab-Team
PS: Hier kannst du gegen den Kahlschlag der Demokratiearbeit unterschreiben!
*Den Lesetipp findest du unten. |